Antifa Proteste in Duisburg: Aufruf des EA

Bitte meldet euch, wenn ihr dort oder an anderen Stellen ZeugInnen oder Betroffene von Polizeiübergriffen geworden seid.

Wir suchen Fotos, Videoaufnahmen, Gedächtnisprotokolle und sind auf eure Hilfe angewiesen.

Polizeirepression gegen den antifaschistischen Widerstand am 27 & 28.03. in Duisburg

Rote Hilfe e.V./Ermittlungsausschuss suchen ZeugInnen und Betroffene!

Während der antifaschistischen Proteste gegen die Aufmärsche von Pro NRW und NPD kam es am 27 & 28.03. in Duisburg zu über 120 Ingewahrsamnahmen, zahlreichen Strafanzeigen und mehreren polizeilichen Übergriffen. Dies traf insbesondere viele jüngere AntifaschistInnen.

Die Rote Hilfe e.V. und der Ermittlungsausschuss (EA) suchen ZeugInnen und Betroffene, um Unterstützung leisten und rechtliche Schritte gegen polizeiliche Maßnahmen beraten zu können.

Dabei interessieren uns insbesondere folgende Situationen:

1. Die Festnahmen im Kantpark / Höhe Tonhallenstraße nach der Kundgebung gegen die NPD am Samstag, den 27.3. gegen 14 Uhr

- Hier wurde u.a. eine Antifaschistin niedergeschlagen und war bewusstlos

2. Schlagstockeinsatz auf der Weseler Straße auf der Kundgebung der IG Metall am Sonntag Morgen, 28.3. , gegen 9.30 Uhr

-Hier kam es zu einem massiven Schlagstockeinsatz gegenüber AntifaschistInnen, die sich an den Blockadekonsens gehalten haben und ihrem Protest gewaltfrei Ausdruck verleihten.

3. Die Ingewahrsamnahmen, Übergriffe und Kessel bei der Abreise am Hbf am Sonntag Nachmittag, 28.3. von ca. 16.30 bis ca. 19.00 Uhr

Während der Abreise trafen AntifaschistInnen und Nazis am Hauptbahnhof aufeinander. Die Polizei „löste“ diese Situation in dem sie massiv gegen die anwesenden AntifaschistInnen vorging und diese von den Bahnsteigen herunter trieb. Dabei kam es zu mehreren Übergriffen; AntifaschistInnen wurden aufgefordert ihre Handys auszumachen, das Anrufen des EA’s führte zu Personalienfeststellungen u.ä.

-Wer kann Angaben zu den Kesseln auf den Bahnsteigen machen?
-Wer kann Angaben zu den beiden Kesseln am HBF Osteingang / nahe der Radstation machen?
-Wer kann Angaben zu Polizeiübergriffen machen?

Bitte meldet euch, wenn ihr dort oder an anderen Stellen ZeugInnen oder Betroffene von Polizeiübergriffen geworden seid. Wir suchen Fotos, Videoaufnahmen, Gedächtnisprotokolle und sind auf eure Hilfe angewiesen. Je genauer die Beschreibungen (Uhrzeit, Ort, Geschehen, beteiligte Polizisten etc.) sind, desto besser können wir arbeiten. Selbst wenn ihr nicht direkt betroffen gewesen seid, sondern „nur“ etwas gesehen habt sind eure Angaben wichtig.

Nach dem Naziaufmarsch ist vor dem Naziaufmarsch. Eine gemeinsame und offensive Nachbereitung hilft mit, vor künftigen Polizeiübergriffen zu schützen!

Solidarität ist unsere Waffe!

Kontakt:
Rote Hilfe e.V. OG Duisburg
c/o Jugend- und Kulturverein
Kaiser-Wilhelmstr.284
47169 Duisburg
Repression-Duisburg@rote-hilfe.de (PGP-Key auf Anfrage)
www.rote-hilfe.de